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...Fortsetzung
Der Brief des
Presbyters Johannes
Wenn wir gegen Unsere Feinde in den Krieg ziehen,
lassen Wir 13 große und sehr hohe Kreuze aus Gold und
mit wertvollen Steinen in einzelnen Wagen anstelle von Fahnen
vor Uns hertragen, und einem jeden von ihnen folgen 10 000
Soldaten und 100 000 bewaffnete Fußsoldaten, ausgenommen
diejenigen, die dem Gepäck, den Wagen und dem Proviant
des Heeres zugeordnet sind.
Wenn Wir aber einfach ausreiten, geht Unserer
Majestät ein Holzkreuz voraus, ohne Bemalung, nicht mit
Gold oder Gemmen geschmückt, damit Wir immer an das Leiden
Unseres Herrn Jesus Christus denken, dazu ein goldenes Gefäß,
gefüllt mit Erde, damit Wir erkennen, daß Unser
Fleisch in seinen Ursprung zurückkehrt in die Erde.
Und ein anderes silbernes Gefäß, gefüllt mit
Gold, wird vor Uns hergetragen, damit alle erkennen, daß
Wir der Herr der Herren sind.
An allem Reichtum, der in der Welt ist, haben
Wir Überfluß und ragt Unsere Magnifizenz hervor.
Unter uns lügt keiner und kann keiner lügen.
Und wenn einer dort eine Lüge ausgesprochen hat, stirbt
er sofort, denn er wird als Toter unter uns gehalten, es gibt
kein Gedenken an ihn und keine Ehrung ferner bei uns.
Alle folgen Wir der Wahrheit und lieben uns gegenseitig. Kein
Ehebrecher ist unter uns. Kein Laster herrscht hier bei uns.
Jedes Jahr besuchen Wir den Körper des Hl. Daniel, des
Propheten, mit einem großen Heer im wüsten Babylon
und alle sind bewaffnet wegen der Bestien und Schlangen, die
"terrentes" heißen.
Bei uns fängt man Fische, mit deren Blut
man Purpur färbt.
Wir
besitzen viele Festungen, tapfere Völker und verschieden
gestaltige Völker. Wir beherrschen die Amazonen und die
Brahmanen.
Der Palast aber, den Unsere Erhabenheit bewohnt,
ist in Aussehen und Gestalt gleich dem Palast, den der Apostel
Thomas dem Gundofar erbaute, dem König der Inder, in
Kammer und übrigen Konstruktionen gänzlich gleich.
Die Decke, das Gebälk und der Architrav
sind aus Akazien-Holz. An den äußersten Stellen
über dem Giebel des Palastes sind zwei goldene Äpfel
angebracht und in jedem einzelnen sind zwei Karfunkel, damit
das Gold am Tag leuchtet und die Karfunkel bei Nacht leuchten.
Die größeren Pforten des Palastes sind von Sardin
mit Einmischung vom Horn der Hornschlange, damit niemand heimlich
mit Gift eintreten kann, die übrigen Pforten aus Ebenholz,
die Fenster von Kristall.
Die Tische, an denen Unser Hof speist, sind teils aus Gold,
teils aus Amethyst, die Säulen, die die Tische tragen,
aus Elfenbein.
Vor unserem Palast ist ein breiter Raum, in dem Unsere Gerechtigkeit
die Siege in Zweikämpfen zu beobachten pflegt. Der Estrich
ist von Onyx und die umgebenden Wände sind auch aus Onyx,
damit aus der Kraft des Steines der Mut der Kämpfenden
wächst.
In Unserem vorher genannten Palast wird kein anderes Licht
in der Nacht entzündet als solches, das von Balsam genährt
wird.
Die Kammer, in der Unsere Erhabenheit ruht, ist mit wunderbarer
Goldarbeit und Steinen jeder Art geschmückt. Wenn irgendwo
Onyx als Schmuck angebracht ist, dann sind um ihn 4 gleichgroße
Karneole plaziert, damit von ihrer Kraft die Ungleichheit
des Onyx gemäßigt wird.
In derselben Kammer brennt immer Balsam. Unser Bett ist aus
Saphir wegen der Tugend der Keuschheit.
Wir
haben die wohlgestaltesten Frauen, aber sie kommen nur viermal
im Jahr zu Uns, um Söhne zu zeugen, und wenn sie von
Uns die Weihe erlangt haben, wie Bethseba von David, dann
kehrt eine jede an ihre Stelle zurück.
Einmal am Tag speist Unser Hof. An Unserem Tisch
speisen jeden Tag 30.00 Menschen außer den Ein- und
Ausgehenden. Und diese alle erhalten täglich aus Unserer
Kammer Geschenke, seien es Pferde oder andere Geschenke.
Dieser Tisch ist von kostbarem Smaragd, ihn tragen zwei Säulen
von Amethyst. Die Wirkung dieses Steines verhindert, daß
einer, der am Tisch sitzt, sich berauscht.
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