Bei ihrer Jagd nach Daten und Fakten,
die sie zur Konstruktion des gesuchten Priesterreiches brauchen
konnten, stießen unsere Freunde auf einen gewissen
Kyot. Er war ein junger Mann aus der Champagne, der gerade
eine Reise in die Bretagne hinter sich hatte und noch ganz
erfüllt war von Geschichten über ruhelos umherziehende
Ritter, Zauberer, Feen und Geister, die sich die Bewohner
jenes Landes abends am Feuer erzählten. Als Baudolino
ihm gegenüber die Wunder des Palastes des Priesterkönigs
Johannes erwähnte, rief er ganz aufgeregt: "Ja,
von solch einem Schloß oder einem ganz ähnlichen
habe ich auch schon in der Bretagne gehört! Es ist
das Schloß, in dem sie den Gradal aufbewahren!"
"Was weißt du über den Gradal?" fragte
Boron mit einem plötzlichen Mißtrauen, als hätte
Kyot die Hand nach etwas ausgestreckt, das ihm gehörte.
"Was weißt denn du darüber?" fragte
Kyot ebenso mißtrauisch zurück.