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»Während ich "Lewis Reise"
schrieb,
wurde ich zum ersten Mal in meinem Leben
ein bisschen klüger,
was mich selbst betraf.«
Per Olov Enquist
Über das Buch
Sie könnten nicht gegensätzlicher
sein auf den ersten Blick, der glatt gekämmte, strenge Lewi
Pethrus, aus kleinsten Verhältnissen zum Leiter der schwedischen
Pfingstkirche avanciert, und der charmante Sven Lidman, ein geistreicher
Poet mit aristokratischen Neigungen und leichtsinnigem Lebensstil.
Doch sie sind „Zwillinge im Geiste“, viele Jahre lang:
der Verkünder und der Dichter, der Unternehmer und der Schriftsteller.
Gemeinsam machen sie die Pfingstbewegung groß, die seit ihren
Anfängen 1913 bis heute zur drittgrößten christlichen
Gemeinschaft weltweit wuchs. Dabei verwandelt sich eine demokratische
Gemeinschaft religiös erweckter Einzelner nach und nach in
eine zentralistisch geführte Bewegung mit ansehnlichem Vermögen,
eigener Tageszeitung und politischen Zielen. Als sich Lidman in
den vierziger Jahren gegen Lewis autokratische Führung erhebt,
zerbricht eine einzigartige Freundschaft.
Enquist hat als Kind durch seine Mutter erfahren, was es bedeutet,
einer religiösen Erweckungsbewegung anzugehören. Ihr ist
dieser große Roman gewidmet. Er erzählt nicht nur von
den beiden charismatischen Führern, von Lewis abgebrochener
Flucht nach Amerika und Lidmans verlassenen Geliebten, sondern auch
vom Schicksal der kleinen Leute, vom „Meer der Frauen“,
das die Bewegung trug, von Mystik und Selbstaufgabe, Glaubenszweifel
und himmlischem Trost. Seine besondere literarische Technik, die
Dokument und Fiktion in einer großen Erzählung vereint,
gibt dem Werk eine eigene, anrührende Authentizität.
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